Alleinsein

Erst in der Akzeptanz nicht permanent mit anderen sein zu müssen, entwickelt sich die Fähigkeit des Allein seins. Die Fähigkeit war lange nicht gesellschaftlich akzeptiert, erlebt aber eine Renaissance. Wer für sich selber sein kann, kann auch besser in der Gesellschaft mit anderen agieren. Nicht angewiesen zu sein auf andere Menschen bietet eine Unabhängigkeit und macht dich nicht abhängig von anderen. Es ist eine Form von Freiheit, die nicht beinhaltet, dass du daraus resultierend alleine in einer Höhle ohne Menschlichen Kontakt wohnst. Es ist lediglich die Kunst sich im Alleinsein verbunden und nicht einsam zu fühlen.

Lass dir nicht einreden, dass es nicht okay ist, wenn du für dich sein möchtest. Wenn du einsam bist, suche das Alleinsein, um damit für dich besser umgehen zu können. Es gibt keine Ausreden, du kannst, wenn du es willst. Es ist deine Zeit und du bestimmst, was du mit ihr machst. Gleiches gilt auch andersrum, wer bereits den Meister in sich gefunden hat im Alleinsein, sollte das Gleichgewicht suchen und sich im sein mit anderen erproben. Die Balance ist wichtig in allen Dingen.

In Zeiten von Reizüberflutung und Sozialmedia kann das Alleinsein dein Anker sein. Mach das Handy, Notebook aus und schalte die Glotze ab. Gehe für dich in die Natur und beobachte. Übe dich in Meditation und schaue tief in dich. Vielleicht ist es zunächst ungewöhnlich für dich, übe dich in Geduld und lasse es zu. Und es kann sein, dass du es lieben wirst.

Alleinsein beflügelt die Kreativität. Setze dich einmal alleine in die Natur. Nimm nur ein Papier und ein Stift mit und schaue was kommt.

Alleine bist du flexibler und bist auf keine andere Partei angewiesen, du kannst tun und lassen, was du willst, eine enorme Freiheit. So zu sein und das zu tun, so wie du bist und nicht wie es von dir erwartet wird. Denn alleine findest du am besten zu dir selbst. Du kannst besser für dich reflektieren und in dich schauern, als wenn du permanent durch andere abgelenkt bist. Die Wertschätzung für kleine Begegnungen wächst. Wenn du den ganzen Tag mit keinem gesprochen hast, ist das kleine kurze Gespräch am Abend viel mehr Wert und deine Wahrnehmung hierfür steigt. Es ist nicht alles selbstverständlich und deine Gefühle und Dankbarkeit verändert sich zum positiven.

Kannst du gut für dich alleine sein, so hast du bei neuen Beziehungsangeboten die Wahl und bist bereichernd für andere. Bist du viel alleine, so bist du zur Selbstliebe gezwungen, deine Akzeptanz für dich selber und liebe in dir steigt und bekommt eine andere Wertigkeit, du bist nicht mehr auf die Bewertung und die Liebe von anderen angewiesen. Du weißt dich selber zu schätzen und was du tust. Keiner muss dir sagen, das du etwas gut gemacht hast, du weißt es selber und bist nicht angewiesen auf die Wertung von außen. Dies schafft eine vollkommen neue Freiheit für dich und in dir selbst, nicht auf Lob und Tadel von außen angewiesen zu sein. Hast du etwas gut gemacht, dann kannst du dir selber auf die Schulter klopfen und wenn etwas nicht so gut gelaufen ist weißt du es auch.

Wenn du Zeitweise das Alleinsein lebst und liebst, so wirst du Mitgestalter neuer Lebensformen. Wir brauchen alle die Auszeit von anderen, dies gilt nicht nur für ohnehin Introvertierte, sondern ebenso für Extrovertierte. Denn alleine bist du näher an dir und der Natur, näher an der geistigen Welt und erfährst dort dein großes heilsames du. Kannst du dich auf dein eigenes selbst verlassen so hast du es einfacher auf deinem Lebensweg. Ist das Alleinsein dein Freund, so ist es dir eine immer verfügbare Kraftquelle. Und du erreichst eine neue Verbundenheit und Erfülltheit zu allem was ist und deinem eigenen Leben.

Also traue dich. Beginne.

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