Dienstag, Dezember 3 2019

OWN Kurzgeschichte #1

Ein Veganer in der Wüste, kurz vor dem verdursten und verhungern…
Auf einmal taucht vor ihm eine engelsgleiche Gestalt auf…
„Hier mein Freund, darf ich dir etwas zu Essen und Trinken anbieten?“. fragt der Engel.

„Aber ja, ich verdurste und verhungere!!!“
Der Engel überreicht dem fast verhungerten Veganer eine 1 Liter PET-Flasche Wasser und ein großen Butterstollen von Aldi-Ost (Dresden).

Da entgegnet der Veganer: „UNVERSCHÄMTHEIT! Wasser aus PET und Butter in dem Essen! Den Scheiß kannst selber essen!“
PUFF verschwand der Engel mit Speiß und Trank.

Die Moral von der Geschicht: Alles ist Energie. Hast du Durst und Hunger wähle voll Weißheit den mittleren Weg.

PS: Dies soll keinesfalls ein Lustigmachen sein!
Sondern soll uns bewusst machen das alle Nahrung, die wir zu uns nehmen Energie trägt…
Die eine mehr und die andere weniger!

Montag, November 25 2019

Was siehst Du?

"Der heilige Jakob war mit einem Schüler unterwegs in den Bergen.
Als es dämmerte, errichteten sie ihr Zelt und fielen müde in den Schlaf.

Vor dem Morgengrauen wacht Jakob auf und weckte seinen Schüler.
„Öffne deine Augen“, sagte er, „und schau hinauf zum Himmel.
Was siehst du?“, fragt Jakob.

Der Schüler dachte einen Augenblick nach.
„Das Gott, der Herr, das große Weltall mit all seinen Sternen geschaffen hat.
Ich schaue hinauf in den Himmel und fühle mich dankbar und demütig angesichts dieser unendlichen Weiten.
Wie klein ist doch der Mensch und wie wunderbar sind die Werke Gottes.“

„Ach, Junge“, stöhnt Jakob.
„Mir sagt es, dass jemand unser Zelt gestohlen hat!“

Freitag, Juli 26 2019

Der taube Frosch

Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen. Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen. Dann endlich der Wettlauf begann.

Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Statt die Läufer anzufeuern, riefen sie also “Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!” oder “Das ist einfach unmöglich!” oder “Das schafft Ihr nie!” Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf. Das Publikum schrie weiter: “Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!” Und wirklich gaben bald alle Frösche auf  -  alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte und als einziger das Ziel erreichte.

Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war.

Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hätte, den Wettlauf zu gewinnen. Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war!

Mittwoch, Juli 24 2019

​Der Fischer & der Manager

Ein Fischer - irgendwo am Meer - fährt jeden Tag mit seinem kleinen Fischerboot raus, fängt zwei Fische und kehrt am Mittag wieder zurück zu seiner Familie. Gemeinsam grillen sie die Fische am Strand und verbringen anschliessend die Zeit miteinander. Irgendwann kommt ein Manager, irgendeinen hoher Unternehmer, vorbei und macht im Dorf des Fischers Ferien. Er beobachtet den Fischer für ein paar Tage und wundert sich, warum der Fischer immer nur mit zwei Fischen wieder zurück kommt.

Ganz der Unternehmer, der er ist, geht er irgendwann zum Fischer und fragt diesen, warum er eigentlich immer nur zwei Fische fange und ob dann da draussen denn nicht mehr zu angeln wären. Die Antwort des Fischers ist, dass es selbstverständlich mehr Fische gäbe, aber dass ja die zwei Fische, die er täglich fange, genug seien für ihn und seine Familie.

Daraufhin schlägt der Unternehmer folgendes vor: "Du könntest doch trotzdem mehr Fische fangen und die übrigen dann einfach verkaufen?"

Der Fischer fragt zurück, was er dann davon hätte, woraufhin der Unternehmer ihm mitteilt: "Dann kannst du mit dem Verkauf der übrigen Fische noch zusätzlich Geld verdienen."

Der Fischer fragt wieder: "Und was mache ich dann mit dem zusätzlichen Geld?" - "Du kannst irgendwann vielleicht sogar Mitarbeiter anstellen!"

Erneut wundert sich der Fischer und fragt: "Und was mache ich dann mit den Mitarbeitern?

"Naja, mit mehr Mitarbeitern kannst du dann noch mehr Fische fangen und diese verkaufen und damit noch mehr Geld verdienen", antwortet der Manager.

Aber auch hier erkennt der Fischer den Wert noch nicht und fragt wieder: "Und dann?"

"Dann hast du vielleicht irgendwann eine eigene Fabrik, ein wirklich grosses Unternehmen, und kannst sehr viel mehr verkaufen und verdienen!", erwidert der Manager.

"Und was habe ich davon?" fragt der Fischer wieder. "Tja, irgendwann, dann verdienst du vielleicht so viel Geld, dass du gar nicht mehr arbeiten musst!!! Das wäre doch toll!", ruft der Manager begeistert aus.

"Und wenn ich dann nicht mehr arbeiten muss, kann ich dann machen, was ich will?"

Hocherfreut, dass der Fischer nun scheinbar verstanden hatte, antwortet der Manager: "Ja, absolut! Du musst nicht mehr arbeiten und kannst tun und lassen, was du willst!"

"Kann ich dann auch jeden Tag mit meinem Boot rausfahren? Zwei Fische für mich und meine Familie fangen? Diese zum Mittagessen grillen? Und den Nachmittag dann mit meiner Frau und den Kindern am Strand verbringen und die Zeit geniessen?"

„Ja, all das kannst du dann tun!" bestätigt der Manager.

Nachdenklich schaut der Fischer ihn an... und antwortet schliesslich: "Aber genau das mache ich doch jetzt schon jeden Tag!"

Dienstag, Juli 23 2019

Acht Winde

Ich neige mein Haupt vor dem Himmel in den Himmel,
haarfeine Strahlen erhellen das Universum.
Die Acht Winde können mich nicht bewegen,
ich sitze still auf dem purpurgoldenen Lotus.

Die Acht Winde in diesem Gedicht beschreiben Lob, Tadel, Ehre, Schande, Gewinn, Verlust, Freude und Kummer. Diese zwischenmenschlichen Kräfte treiben die materielle Welt an und beeinflussen die Herzen der Menschen. Dongpo war der Meinung, er habe eine so hohe Stufe der Erleuchtung erlagt, dass diese Kräfte ihn nicht mehr berühren könnten.

Von sich selbst beeindruckt, schickte Dongpo einen Diener, um das Gedicht zu Foyin zu tragen. Er war sich sicher, dass sein Freund ebenso beeindruckt wäre wie er. Als Foyin das Gedicht las, schrieb der Zen-Meister „Furz“ auf das Manuskript und ließ es an Dongpo zurückgehen. Dieser war entsetzt, als er sah, was der Zen-Meister geschrieben hatte. Er explodierte: „Wie kann er mich so beleidigen, dieser lausige alte Mönch? Er hat mir eine Menge zu erklären!“ Voller Empörung bestellte er eine Fähre, um so schnell wie möglich ans andere Ufer kommen. Dort angekommen, sprang er aus dem Boot und stürmte in den Tempel. Er wollte Foyin finden und eine Entschuldigung fordern. Doch Foyins Tür war verschlossen und an der Tür war ein Stück Papier mit den folgenden zwei Zeilen befestigt:

Die Acht Winde können mich nicht bewegen,
aber ein Furz blies mich quer über den Fluss.

Dongpo fühlte sich kalt erwischt. Foyin hatte seinen hitzköpfigen Besuch erwartet! Aber Dongpos Ärger verschwand sofort, als er die Absicht seines Freund verstand. Wenn er wirklich ein Mann der Erleuchtung wäre, völlig unberührt von den Acht Winden, wie konnte er sich dann so leicht provozieren lassen? Beschämt, aber weiser, ging Su Dongpo still nach Hause.

Freitag, Juli 12 2019

Die "Lehrrede von der Liebenden Güte"

Wem klar geworden, dass der Frieden des Geistes
das Ziel seines Lebens ist,
der bemühe sich um folgende Gesinnung:

Er sei stark, aufrecht, gewissenhaft,
freundlich, sanft und ohne Stolz.

Genügsam sei er, leicht befriedigt,
nicht viel geschäftig und bedürfnislos.
Die Sinne still, klar der Verstand,
nicht dreist, nicht gierig sei sein Verhalten.

Auch nicht im Kleinsten soll er sich vergehen,
wofür ihn Verständige tadeln könnten.
Mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden.

Was es auch an lebenden Wesen gibt:
Ob stark oder schwach, ob groß oder klein,
ob sichtbar oder unsichtbar, fern oder nah,
geworden oder werdend –
mögen sie alle glücklich sein.

Niemand betrüge oder verachte einen Anderen.
Aus Ärger oder Übelwollen wünsche man
Keinem irgendwelches Unglück.

Wie eine Mutter mit ihrem Leben,
ihr einzig Kind beschützt und behütet,
so möge man für alle Wesen und die ganze Welt
ein unbegrenzt gütiges Gemüt erwecken:
ohne Hass, ohne Feindschaft, ohne Beschränkung
nach oben, nach unten und nach allen Seiten.

Im Gehen oder Stehen, im Sitzen oder Liegen,
entfalte man eifrig diese Gesinnung:
Dies nennt man Weilen im Heiligen.

Wer sich nicht an Ansichten verliert,
Tugend und Einsicht gewinnt,
dem Sinnengenuß nicht verhaftet ist –
für den gibt es nie mehr Geburt.